Weniger Fett = Mehr Leistung? – Ein Selbstversuch

Nach mehreren (mehr oder weniger freiwilligen) Selbstversuchen, sehe ich nun langsam meine Theorie als bestätigt.

 

Je weniger Fett ich zu mir nehme, umso mehr Leistung habe ich – körperlich und geistig!

 

Ich ernähre mich ja nun schon seit ein paar Monaten sehr fettarm und kohlenhydratreich. Gerade zu Beginn war mir aufgefallen, dass ich mich viel fitter fühle, mir Bewegung viel leichter fällt und ich generell mehr Lust auf Sport habe. Auch meine Denkleistung wurde besser und ich habe keine Tiefs mehr während des Tages im Büro (genügend Schlaf natürlich vorausgesetzt).

Rückfälle zu fettreiche Nahrung

Nun gibt es natürlich immer mal ein paar Tage, an denen ich in meine alten Muster zurück falle und ich von der Nusstüte nicht mehr loskomme.

Abgesehen davon, dass mir auffiel, dass ich damit dann meist auch meinen Heißhunger wieder anrege, fühlte ich mich danach und vor allem auch am nächsten Tag einfach schlaff und träge. Meist dachte ich dann, dass ich vielleicht einfach generell zu viel gegessen habe und daher mein Körper einfach noch mit der Energieversorgung für meinen Stoffwechsel beschäftigt ist.

Allerdings gab es auch Tage, an denen ich einfach nur prozentual mehr Fett als sonst gegessen habe, weil ich zum Beispiel in einem Restaurant war und es Essen mit viel Öl gab.

Rohkost Deluxe steckt voller Fett

Letzten Sonntag war ich nun Freiwilligenhelfer beim Rohkost-Festival hier in Amsterdam.

Und wie das natürlich bei solchen Festen so ist, gab es kaum frische Salate und frisches Obst und Gemüse, sondern hauptsächlich „Rohkost Deluxe“ in Form von Kuchen, Schokolade, Kräcker und andere Leckereien.

Und das meiste besteht davon einfach zu 80% aus Nüssen und Kokosöl.

Natürlich ist alles super lecker und irgendwie ja auch gesund, aber es ist eben unheimlich viel Fett. Mal ein Stück ist da sicher kein Problem und auf jeden Fall besser als zum Beispiel Kuchen vom gewöhnlichen Bäcker.

Dummerweise war ich nun zum Bereiten der Mealbox und später zum Verkaufen von Kuchen eingeteilt.

Für die Mealboxen musste ich zwar auch Tomaten und Gurken schneiden, aber die kamen einfach alle in den Salat und fertig. Viel schlimmer (und auch echt lecker) war das Schneiden der Kräcker/ des Knäckebrots. Da ging nämlich ab und zu mal was kaputt und konnte daher nicht mehr verkauft werden ;) nun rate mal, wo das dann gelandet ist ;)

RohkosttortenJa richtig, in meinem Bauch ;)

Von den Kuchen wollte ich eigentlich nur ein Stück kosten, da der eine Kuchen Durian enthielt und ich das noch nie gegessen hatte. Allerdings stand ich dann (anders als geplant) 3 Stunden an den Kuchen und irgendwie kam es dann dazu, dass ich von jedem ein Stück gekostet habe :D

Sie waren alle soooo lecker! Aber am Ende des Abends war ich froh, dass mir eine Tomate angeboten wurde :D

Und zu Hause angekommen, war mir dann schon fast schlecht. Ich hätte so gern noch einen grünen Smoothie getrunken um alles zu neutraliesieren, aber das wäre einfach zu viel gewesen :D Ich war aber eigentlich nicht überfressen, sondern normal satt, nur war es eben alles so fettig.

Der Tag danach

Am nächsten Tag kam ich kaum aus dem Bett. Auf dem Weg auf Arbeit mit dem Fahrrad, war ich wahrscheinlich nur halb so schnell wie sonst und im Büro war ich auch nicht so richtig konzentriert.

Aber zwei Tage wieder fettarm und alles war wieder wie vorher.

Nun stellt sich natürlich die Frage:

Gilt das allgemein?

Also kann ich sagen:

Je weniger Fett MAN zu sich nimmt, umso mehr Leistung hat MAN?

Oder ist das nur ein Phänomen bei mir?

Zuerst einmal wird natürlich fettiges Essen vom Körper schwerer verdaut als fettarmes Essen. Daher braucht der Körper das gesamte Blut im Verdauungstrackt und das fehlt dann eben im Gehirn und man wird müde.

Das ist allerdings noch keine Erklärung dafür, warum man am nächsten Tag so schlapp ist.

Beim Recherchieren zu dem Thema bin ich allerdings auf eine interessante Studie gestoßen. Bei dieser Studie wurden normalgewichtige Menschen im Schlaflabor und tagsüber überwacht. Ein Teil der Gruppe ernährte sich in dieser Zeit sehr fettreich, der andere dagegen sehr kohlenhydratreich. Die Gesamtkalorienmenge unterschied sich dabei nicht.

Festgestellt wurde dabei, dass die Menschen, die mehr Fett zu sich genommen haben, am Tag wesentlich schläfriger waren. Die Gruppe mit kohlenhydratreicher Nahrung war dagegen den ganzen Tag über wach und fit.

In einer anderen Studie wurden Ratten in zwei Gruppen eingeteilt. (Ratten gelten übrigens als sehr verlässliche Versuchstiere, wenn es um Analogien zum Menschen geht.)

Die eine Gruppe bekam Futter mit einem Fettgehalt von 7,5% und die andere bekam ganze 55% Fett. Beide Gruppen mussten sich durch Labyrinthe schlagen.

Die Gruppe mit viel Fett konnte schon nach 4 Tagen ihre Muskeln nicht mehr richtig nutzen, da sie nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt werden konnten. Außerdem vergrößerte sich das Herz, da es mehr arbeiten musste.

Nach 10 Tagen hatten sie dann Schwierigkeiten, in den Labyrinthen die richtigen Wege zu finden, wogegen die Gruppe mit einem sehr geringen Fettanteil damit keinerlei Probleme hatte und auch weiterhin fit war.

Es scheint also nicht nur mir so zu gehen ;)

Zum Schluss nun noch etwas ganz Wichtiges

Damit du mich nicht falsch verstehst: ich bin nicht der Meinung, dass es gut ist, gar kein Fett zu sich zu nehmen!

Der Körper braucht natürlich auch (gute) Fette um zu funktionieren! Allerdings alles in Maßen und nicht in Massen ;) ich werde dir jedoch hier keine genaue Prozentzahl sagen, das sollte jeder für sich selbst ausprobieren und dabei auf seinen Körper hören.

Der Fettgehalt in meiner Nahrung, bei der es mir am besten geht, liegt meist (soweit ich das bestimmt habe) zwischen 10 und 15%. Viel mehr würde ich dir nicht empfehlen.

 

Mich würde es freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt, wenn du ähnliche Erfahrungen gemacht hast. Oder bist du vielleicht sogar anderer Meinung?

 

 

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Comments

  1. Daiana

    Hi!!!
    Was denkst du? zählen Gefrorene Lebensmittel als „frisch“? Was hältst du von gefrorenen? Ich möchte frischer essen aber… ich schaffe es nicht so oft auf den Markt… Vielen Dank im Voraus und für die schöne Webseite!

    Reply
    1. ladygreensproutladygreensprout Post author

      Hallo Daiana!
      Also ich würde gefrorene Lebensmittel nicht mehr als 100%ig frisch bezeichnen. Beim Einfrieren gehen definitiv auch einige Vitamine kaputt. ABER: das meiste bleibt doch erhalten und es ist auf jeden Fall besser gefrorenes Obst und Gemüse zu essen als gar keins.
      In meinem Tiefkühlschrank ist zur Zeit zum Beispiel auch Mais. Den bekommt man nämlich kaum frisch zu kaufen und gefroren ist in dem Fall auch besser als gekocht. Wenn man das Gemüse sowieso kochen will, denke ich, dass es fast egal ist, ob man gefrorenes oder frisches nimmt.
      Frisches Obst und Gemüse ist natürlich immer am besten und hat am meisten Energie (das kannst du auch in meinem Artikel über Chlorophyll nochmal nachlesen).
      Wenn du aber mal keine Zeit hast, einkaufen zu gehen, dann ist Tiefkühlgemüse sicher die beste Alternative :)

      Reply

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